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EU-Ökodesign-Verordnung für gerichtete Beleuchtung und EU-Label-Verordnung für generelle Beleuchtung


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Die EU-Ökodesign-Verordnung für gerichtete Beleuchtung ist seit Jahresbeginn 2013 in Kraft. Eine weitere Verordnung, die neue EU-Label-Verordnung für generelle Beleuchtung, ist seit Oktober 2012 in Kraft und wird zum 1. September 2013 wirksam. Damit gelten für alle Beleuchtungsprodukte Mindestenergieeffizienzanforderungen, während das neue EU-Label für Beleuchtung für Transparenz bzgl. der Energieeffizienz aller Lampentypen sorgen soll. Durch die Ökodesign-Verordnung zur gerichteten Beleuchtung wird eine Energieeinsparung von jährlich 25 TWh bis 2025 in der EU erwartet. Die EU-Label-Verordnung soll dazu beitragen, den europäischen Stromverbrauch bis 2025 jährlich zusätzlich um etwa 100 TWh zu senken. Um diese Ziele zu erreichen, sollten Hersteller und Händler die Aspekte Energieeffizienz und Produkteigenschaften anschaulich und differenziert vermitteln.

Die gerichtete Beleuchtung umfasst Lampen mit gebündeltem Licht, die mindestens 80 Prozent ihres Lichtstroms innerhalb eines definierten Winkels ausstrahlen. Die in der Ökodesign-Verordnung festgelegten Mindestanforderungen an die Energieeffizienz werden dazu führen, dass bestimmte Technologien aus dem Markt verdrängt werden. Mit Wirksamkeit der ersten Stufe der Verordnung am 1. September 2013 werden beispielsweise verspiegelte Glühlampen die Energieeffizienzanforderungen nicht mehr erfüllen. Mit Inkrafttreten der zweiten Stufe am 1. September 2014 werden Halogenlampen mit geringer Energieeffizienz ausgeschlossen. Im Bereich der gerichteten Beleuchtung steht bereits heute eine große Bandbreite energieeffizienter Produkte für den Einsatz im privaten und gewerblichen Bereich zur Verfügung. Die Verordnung stellt zusätzlich die Qualität der Lampen sicher, unter anderem durch Mindestanforderungen an Lebensdauer und Schaltfestigkeit.

Neu sind außerdem Regelungen für LED-Lampen, die zukünftig eine wachsende Bedeutung bekommen. Die LED-Technologie benötigt bei vergleichbarem Lichtstrom in der Regel etwa 80 Prozent weniger Strom als Glühlampen. Mit der Weiterentwicklung der LED Technologie und dem Einsatz von OLED (organische Leuchtdioden) sind in den nächsten Jahren weitere Energieeinsparungen zu erwarten.

Die EU-Label-Verordnung für generelle Beleuchtung regelt die Energieverbrauchskennzeichnung von elektrischen Lampen und Leuchten für Haushalts-, Büro- und Straßenbeleuchtung. Neu ist unter anderem die Einführung der Energieeffizienzklassen A+ und A++. Diese können zukünftig insbesondere von LED-Lampen erreicht werden.

(Quelle: dena, gekürzt)